Ende der 1980er Jahre wird im überarbeiteten Flächennutzungsplan (FNP) festgelegt, dass tausende Kleingärten und Grünflächen bebaut werden. Der Landesverband und seine Bezirksverbände reagieren mit Unterschriftensammlungen, Versammlungen und großen Protestaktionen – darunter ein Sternmarsch mit 6.000 Kleingärtnern und eine Demonstration von rund 20.000 Menschen vor dem Schöneberger Rathaus.
Hintergrund: Seit 1949 ist die Zahl der Kleingärten in Westberlin von etwa 78.000 auf unter 50.000 Parzellen gesunken. Die Gesamtfläche schrumpfte von ca. 2.800 auf 1.900 Hektar – ein Verlust von rund 1.000 Hektar Grünfläche, das entspricht 1.400 Fußballfeldern.
Ein herber Verlust für die „Inselstadt“ Westberlin. Kleingärten sind Grünflächen. Sie waren und sind bis heute unverzichtbare grüne Lungen für Erholung und regionale Selbstversorgung – und im 21. Jahrhundert auch für Klimaresilienz und Artenvielfalt.

20.000 Demonstrierende vor dem Schöneberger Rathaus, Sitz des Senats in Westberlin.
Foto: Verlag W. Wächter
