2025
Demo gegen Senatspläne für neues Stadtquartier: Hunderte Kleingärten in Treptow in Gefahr

Im Gebiet „Dreieck Späthsfelde“ plant der Berliner Senat ein neues Stadtquartier. Noch im Jahr 2024 hatte der Stadtentwicklungssenator öffentlich erklärt, dass in Späthsfelde lediglich wenige Kleingartenflächen für Erschließungsmaßnahmen betroffen seien. Die öffentlich vorgestellten aktuellen Planungsentwürfe jedoch sehen nun auch eine Nutzung von Kleingartenflächen für Wohnungsbau und andere Zwecke vor. Insgesamt sind mehrere Kleingartenanlagen mit über 500 Kleingärten gefährdet.

Hände weg von Treptow Kleingärten!

Sollten nicht andere Flächen wie Brachen, ungenutzte Gewerbeflächen sowie Parkplatzflächen für die Bebauung vorgezogen werden? Hat Berlin nicht schon genug Kleingärten verloren? Der Landesverband ruft zur Solidarität mit dem Bezirksverband Berlin-Treptow auf. Öffentlichkeitswirksame Banneraktionen werden in den Berliner Bezirken durchgeführt. Der Protest gipfelt in der Demonstration von Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern als die Pläne für das neue Stadtquartier vorgestellt werden sollen.
Insgesamt sind zwölf Kleingartenanlagen betroffen. Während einige einen Teil ihrer Parzellen verlieren könnten, droht anderen die vollständige Räumung. Besonders hart träfe es damit die Anlagen Holunderbusch (157 Parzellen), Kuckucksheim (75), Baumfreunde (17) und Lerchenhöhe (52). Diese vier Anlagen machen zusammen den Großteil der bedrohten Gärten aus.
Aber der Verlust der Gartenflächen ist es nicht allein, was zählt. Denn menschlich gesehen, ist es unendlich traurig, wenn ganze Gartenvereine aufgelöst werden und mit ihnen das soziale Miteinander vernichtet wird.