Parzellen in Witzleben in Berlin-Charlottenburg 1912.
Foto: Willi Römer
Um sich gegen die Willkür von Grundbesitzern und Generalverpächtern besser zur Wehr zu setzen, gründet ein Teil der Pflanzer- und Laubenkolonisten die „Vereinigung sämtlicher Pflanzervereine Berlins und Umgebung“.
Zu diesem Zeitpunkt sind mehr als 40.000 Kleingärtner unorganisiert und fürchten Pachtwucher sowie willkürliche Kündigungen. Die Mitgliederzahl der Vereinigung wächst kontinuierlich: Bis 1915 umfasst sie bereits 159 Vereine mit rund 13.000 Pächtern.
Später erfolgt mehrfach eine Umbenennung. Im Jahr 1919 trägt die Organisation den Namen „Zentralverband der Kleingartenvereine Deutschlands“. Sie steht für ein demokratischeres Kleingartenwesen und entwickelt sich zu einem Dachverband mit Einfluss weit über Berlin hinaus.
